Mittwoch, 3. Januar 2018

Popcorn Mais

Ich habe letztes Jahr erstmals Popcorn Mais gepflanzt und war sehr gespannt, was daraus wird. Der Mais wuchs mit regelmässiger Bewässerung gut, bildete aber erst relativ spät Kolben aus.



Zum Glück konnten diese dank des über lange Zeit warmen und schönen Herbstwetters gut ausreifen und Mitte Oktober konnte ich die ersten reifen Kolben ernten. Reif heisst für Popcorn Mais, dass die Körner hart sind und nicht mehr mit dem Fingernagel eingedrückt werden können. Die Blätter sind also schon relativ trocken.


Ich liess die Kolben dann im Haus noch rund zwei Wochen nachtrocknen, bevor ich die Körner Ende Oktober zusammen mit Sophia von den Kolben pulte.





Nun freuten wir uns sehr auf unsere ersten eigenen Popcorn und als wir ein paar Tage später den ersten Versuch in der Pfanne starteten, war die Enttäuschung gross. Die Körner wollten nicht poppen! Sie wurden einfach immer dunkler... Woran das wohl lag? Sie schienen gut ausgereift und es war ja auch eine Sorte, die sich besonders für Popcorn eignen sollte und gut poppt. Simon meinte etwas zynisch, da fehle wohl der industrielle Popcorn Zusatz, der die Körner erst zum poppen bringt.


Erst über einen Monat später startete ich nochmals einen Versuch, diesmal in der Popcorn Maschine, ein Gerät, welches ich schon seit etwa 15 Jahren oder mehr besitze und eigentlich immer benutze, wenn ich Popcorn machen will (dort werden die Körner ohne Fett erhitzt). Und es klappte tatsächlich! Zumindest teilweise. Auch diesmal war der Anteil Körner, die nicht aufsprangen und einfach immer dunkler wurden, leider recht gross. Aber immerhin. Die Popcorn sind etwas kleiner als die gekauften und schmecken auch ein bisschen anders.


Die Bilanz ist also etwas durchzogen. Wenn die Körner alle gut poppen würden, wäre der Anbau ein voller Erfolg gewesen. Aber so bin ich nicht ganz sicher, ob ich im nächsten Jahr nochmals Popcorn Mais anbauen werden. 

Dienstag, 24. Oktober 2017

Herbsternte

Die im Sommer gesäten und gesetzten Salate, Radieschen und Kohlrabi sind sehr gut gedeiht und ich freue mich, dass wir so auch jetzt Ende Oktober noch einiges zu ernten haben. Der Lauch ist noch nicht erntereif und ergänzt den Speiseplan dann hoffentlich im Winter.






Zucchini und Patisson sind dieses Jahr wirklich gar nicht gut gedeiht. Einen einzigen schönen Patisson konnte ich spät im Oktober ernten.

Montag, 21. August 2017

Zwischenbilanz und Herbstausblick

Der Sommer neigt sich schon langsam dem Ende zu und manche Kulturen sind inzwischen abgeerntet und es gibt nochmals Platz für Neues. Wie immer kamen einige Gemüsesorten dieses Jahr besonders gut, während andere kümmerlich oder gar nicht gediehen. Die Zuckererbsen waren üppig und zuverlässig wie immer.


Nach wochenlangem Ernten konnten wir sie kaum noch sehen, da liess ich einige hängen und erntete sie später als Erbsen. Unserer Tochter schmeckten sie so viel besser! 



Der erstmals gesäte Lein blühte wunderschön! Ich wollte unbedingt mal Lein anpflanzen, da unser Haus ja eine alte Ölmühle ist und hier früher aus Leinsamen und Nüssen Öl hergestellt wurde. 


Inzwischen rascheln die Leinsamen in den Samenkapseln, aber ich war noch zu faul, um sie abzuschneiden und zu dreschen. 


Die Stangenbohnen kämpften dieses Jahr mit Blattläusen und der Ertrag war eher mässig. Dafür kamen die Buschbohnen sehr schön und ich kann immer noch regelmässig ernten. Die Sojabohnen-Pflanzen wiederum blieben eher klein und so ist auch der Ertrag.


Die Zwiebeln kamen zu Beginn zwar schön, wurden dann aber stark von allerlei Mohn und Blumen bedrängt und die Ernte war dann entsprechend etwas dürftig. Trotzdem, ein paar schöne Exemplare waren auf jeden Fall dabei. 


Bisher absolut kein Glück hatte ich mit den Zucchini und Patisson. Beide Pflanzen sind kümmerlich und machten bisher keine einzige Frucht! Sie waren am Anfang stark vom Lein eingewachsen und erhielten so wohl etwas wenig Sonne. Dass es aber bis jetzt trotz Blüten noch immer keine Früchte gab, könnte auch daran liegen, dass ich jeweils nur eine Pflanze gesetzt habe, was die Bestäubung sehr erschwert. Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass es vielleicht bis Ende Sommer doch noch einen Fruchtansatz gibt..


Auch die Gurken kamen nicht ganz so üppig wie auch schon. Aber es gab doch einige Früchte zu ernten. Gleich neben den Gurken sind aber leider beide Süsskartoffel-Pflanzen, die ich gesetzt hatte, verschwunden... Sie fielen höchstwahrscheinlich den Wühlmäusen zum Opfer. Schade! Ich hätte sehr gerne gewusst, ob das etwas wird. 


Dafür wuchsen die Kartoffeln in diesem Jahr so schön und gesund wie schon lange nicht mehr! Auch überall auf den Feldern sah ich prächtige Kartoffel-Stauden und war mir sicher, dass wird ein super Kartoffeljahr! Und es hat sich bestätigt. Die Pflanzen blieben gesund und die Ernte war richtig gut. Schöne, grosse Knollen vor allem der beiden Sorten Charlotte und Laura. Aber sogar die krankheitsanfällige Blaue St. Galler kommt dieses Jahr erstaunlich gut. Zum Glück habe ich genau in diesem Jahr zwei Beete mit Kartoffeln bepflanzt!


Heute habe ich auf das eine abgeerntete Beet Salat und Radieschen gesät. Auf das zweite kommt dann noch Feldsalat. Auf das abgeerntete Zuckererbsenbeet hatte ich noch Lauch und Kohlrabi gepflanzt, welche trotz einer kurzen Plage mit der Weissen Fliege ganz schön heranwachsen.




Das gibt dann hoffentlich noch eine schöne Herbsternte. Auch warte ich noch immer auf den Pop-Corn Mais. Dieser braucht wirklich viel Geduld. Zuerst erschienen die männlichen, ährenartigen Blüten und nun wachsen auch endlich die Kolben! Ich hoffe, dass diese bis im Herbst genügend Zeit haben, um auszureifen.


Ich freue mich, dass ich es geschafft habe, hier und dort nochmals etwas zu pflanzen oder zu säen, so dass wir hoffentlich auch im Herbst noch ein bisschen etwas ernten können. Wie immer liess ich meinen Garten zeitweise ein bisschen verwildern, brachte es nicht übers Herz den Mohn, Lein oder die Ringelblumen einzudämmen, was es dem Gemüse dazwischen nicht immer einfach machte. Wie jedes Jahr nehme ich mir vor, im nächsten Jahr dann ein bisschen strenger und rigoroser zu sein. Und werde es dann wahrscheinlich wieder nicht schaffen..


Montag, 10. Juli 2017

Kleine Raupe Nimmersatt

Ich freue mich jedes Jahr, wenn ich die ersten kleinen Schwalbenschwanzraupen auf dem Gewürzfenchel entdecke! Und dann schau ich regelmässig nach, ob noch alle da sind (leider werden immer ein paar gefressen...) und ob sie auch fleissig wachsen. Auch unsere Tochter freut sich, die kleine Raupe Nimmersatt bei uns im Garten zu finden.





Auf einmal sind sie dann immer verschwunden. Eine verpuppte Raupe habe ich noch nie gefunden. Vielleicht werde ich nächstes Jahr mit Sophia mal eine Raupe in einem Kasten aufziehen, damit wir auch die Verpuppung und das Schlüpfen beobachten können. Aber so ist für mich das Highlight immer, wenn ein Schwalbenschwanz zurück in meinen Garten fliegt:



Sonntag, 4. Juni 2017

Holunder

Ich habe heute Holunderblütensirup gemacht. Das heisst, ich habe gestern die Blüten von unserem Strauch geschnitten und in Wasser gelegt und heute dann den Sirup gekocht und abgefüllt. Holundersirup kochen gehört ja bei Vielen zum jährlichen Standard-Programm, aber ich muss zugeben, ich habe das zum ersten Mal gemacht - und war erstaunt wie einfach es ist (und nun weiss ich auch, warum das Alle selber machen ;-)). Ich habe pro Liter Wasser ca. 10 Blüten verwendet, die Blüten ungefähr einen Tag im Kalten Wasser ziehen lassen, abgesiebt und mit 1kg Zucker pro Liter aufgekocht und noch je 20g Zitronensäure hinzugefügt. Heiss abfüllen - fertig!



Da wir zu viel Sirup und zu wenig Flaschen hatten, machten wir heute Abend gleicht noch eine Creme mit Holunderblütensirup nach Annemarie Wildeisen. Hier geht's zum Rezept. Dazu gabs vom Feld gepflückte Erdbeeren. 

Sonntag, 21. Mai 2017

Neues und Altbewährtes

Es ist bald Ende Mai und die Beete sind nun alle belegt. Ich habe dieses Jahr ein bisschen vereinfacht und mich auf die unkomplizierteren und bewährten Gemüsesorten konzentriert. Ein paar Neuigkeiten musste ich aber ausprobieren...


In Beet Nummer eins wachsen wie immer zuverlässig die Zuckererbsen, davor Patisson und Zucchini, erstmals probiere ich die Sorte "Runde von Nizza".


Beet Nummer zwei wird zu zwei dritteln von den roten Zwiebeln und Radieschen besetzt. Letztere sind schon fast abgeerntet und waren dieses Jahr so schön wie selten. Dies vor allem weil es fast keine Schnecken hat! Es war zu Beginn des Frühlings warm und sehr trocken bis Ende April nochmal der Frost kam. Diese Kombination schien den Schnecken nicht gut zu bekommen und beschert mir somit einen fast schneckenfreien Garten, wie ich das schon lange nicht mehr hatte! Dafür wird es wegen des Frosts zur Blütezeit der Apfelbäumchen dieses Jahr wohl keine Äpfel geben. Auf dem hinteren Drittel von Beet Nummer zwei probiere ich zum ersten Mal Pop-Corn Mais aus. Ich bin gespannt, ob das etwas wird!


Auf Beet drei wachsen an den Heinzen Gurken und erstmals Süsskartoffeln (ich will eine hochranken und eine am Boden kriechen lassen), auch da bin ich sehr gespannt, was daraus wird. Davor wachsen roter und gelber Mangold und Kräuter (zur Zeit vor allem Koriander).


Der Einfachheit halber habe ich dieses Jahr zwei Beete mit Kartoffeln bepflanzt. Es sind die Sorten "Blaue St. Galler" und "Laura" und ich glaube ein paar "Charlotte" waren auch noch dabei.


Auf dem letzten und sechsten Beet wachsen die Bohnen: Hier gibts nichts Neues, es sind die bewährten Stangenbohnen "Blaue Adliswil", die Buschbohne "Gartenglück" und die Sojabohne "Schwarze Hokkaido". Heute musste ich aber leider feststellen, dass in den Beeten Mäuse heimisch sind und stellte schweren Herzens wieder einmal die Topcat Falle auf.


Ab Mitte Juni ist bei uns wieder Baustelle. Wir renovieren den gesamten Dachstock inklusive Dach und Teile der Fassaden. Deshalb wird unser Haus während mehrere Monate komplett eingerüstet. Aus diesem Grund habe ich dieses Jahr keine Tomaten gezogen, da ich diese gerne in Töpfen unter dem Vordach aufstelle.

Donnerstag, 6. April 2017

Frühling

Langsam ist es so lange her seit meinem letzten Eintrag, dass ich mir fast überlege, den Blog ganz aufzuhören. Arbeit und Kind sowie zusätzliche Projekte beanspruchen viel Zeit und Energie und manche Dinge treten in den Hintergrund. Das ich kaum mehr zum bloggen komme, heisst aber nicht, dass ich den Garten aufgegeben hätte. Ich habe höchstens ein bisschen vereinfacht, die Setzlingsanzucht auf ein Minimum beschränkt und einen etwas unkomplizierteren Anbauplan gemacht. Aber gerade jetzt im Frühling - und es ist zur Zeit so richtig schön und auch schon wunderbar warm - zieht es mich wieder raus in den Garten und oft ist das graben in der Erde, das ansäen und sogar das jäten so meditativ, dass es auf mich eine ausgesprochen therapeutische Wirkung hat. Stress und Anspannung verfliegen und ich vergesse für einen Augenblick alles um mich herum.


Die Zuckererbsen und Radieschen spriessen bereits. Einige Kräuter, Blumen und Gründüngungen sind gesät und rote Zwiebeln gesteckt. 



Und seit unser Mädchen laufen kann, macht es auch ihr viel mehr Spass mit in den Garten zu kommen, vorsichtig auf den Gartenwegen zu gehen und mit der kleine Giesskanne die blühenden Aprilglocken zu giessen.


Und für mich wiederum gibt es nichts Schöneres, als ihr alle Blümchen und Käfer zu zeigen und zu beobachten wie sie konzentriert die Steine aus den Gartenbeeten herauspickt, sie in ihrem Kübelchen sammelt, um sie dann genüsslich in den Bach zu werfen.


Lieber Frühling, du tust uns wohl!